Frontier untersucht Wert der Stromversorgungssicherheit im Auftrag von RWE
Im internationalen Vergleich verfügt Deutschland heute über ein herausragendes Maß an Versorgungssicherheit im Stromsektor. Ob dieses Niveau auch in Zukunft erhalten bleibt, hängt dabei davon ab, ob ausreichende Anreize für Investitionen vorhanden sind. Ein Mangel an vorgehaltenen Kapazitäten kann sowohl auf der Netz- als auch der Erzeugungsseite zu Engpässen und zu ausfallbedingten volkswirtschaftlichen Kosten führen. Bei Erzeugungsengpässen (d.h. mangelnden Kraftwerkskapazitäten) drohen neben Ausfallkosten zudem massive zusätzliche Belastungen der Verbraucher durch deutlich steigende Preise.
Eine sichere Versorgung stellt somit einen Standortfaktor dar. Basierend auf einer Auswertung von 25 internationalen Studien schätzt Frontier (Europa) in einer aktuellen Untersuchung im Auftrag von RWE die volkswirtschaftlichen Kosten in Deutschland durch die engpassbedingte Nichtlieferung von Strom auf rund 8-16 €/kWh. Somit übersteigt der Wert einer nichtgelieferten Kilowattstunde Strom den Marktpreis der Energie – je nach betroffenem Sektor – um den Faktor 10 bis 100 deutlich.
Basierend auf diesem Ergebnis lassen sich die gesamtwirtschaftlichen Kosten für eine Verringerung der Versorgungsqualität abschätzen: Beispielsweise würde ein Absinken der Versorgungsqualität auf das spanisches Niveau jährlich 1,5-3,2 Mrd. € zusätzliche Kosten verursachen.

