Deutsche Übertragungsnetzbetreiber geben EEG-Umlage für 2017 in Rekordhöhe bekannt

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben heute die EEG-Umlage für das Jahr 2017 in Höhe von 6,88 Cent pro Kilowattstunde (kWh) bekanntgegeben; dies entspricht einer Steigerung um 8,3% im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland erfolgt die Finanzierung der Förderung erneuerbarer Energien durch eine fixe Umlage pro kWh, die aus dem Stromnetz bezogen wird (EEG-Umlage). Es wird erwartet, dass der Gesamtumlagebetrag in 2017 24 Milliarden Euro übersteigen wird.

Der Anstieg der EEG-Umlage hat verschiedene Gründe:

  • Die geringen Großhandelspreise an der Strombörse führen zu einem stärkeren Auseinanderklaffen zwischen Markterlösen und den für 20 Jahre garantierten Förderhöhen für Erneuerbare Energien;
  • Das EEG treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voran, was zu einem erwarteten Anstieg der geförderten Erzeugung von 6% für das Jahr 2017 führt;
  • Der Anstieg der Förderkosten wird allerdings gedämpft durch den Überschuss auf dem EEG-Konto von aktuell rund 2 Milliarden Euro.

Das deutsche Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat erst kürzlich eine Studie von Frontier (Europa) und BET zur Einführung einer dynamischen EEG-Umlage veröffentlicht.

Frontier (Europa) berät regelmäßig öffentliche und private Kunden in Europa und darüber hinaus zu politischen Rahmenbedingungen, Marktdesign und Versorgungssicherheit im Energiesektor.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Miriam Rau (m.rau@frontier-economics.com, +49 (0) 221 337 131 00).