Frontier analysiert Strommarktdesign in der Schweiz

Frontier analysiert Strommarktdesign in der Schweiz

Der europäische Strommarkt befindet sich im Wandel: Erneuerbare Energien werden kontinuierlich ausgebaut, während Kohle- und Kernkraftwerke in einer Reihe von Ländern auf absehbare Zeit an Bedeutung verlieren. Die Restrukturierung des Stromsystems entfacht die Debatte um eine gesicherte Versorgung was besonders für Länder mit einem klaren Fokus auf erneuerbare Energien relevant ist.

Vor diesem Hintergrund analysiert Frontier in einer heute veröffentlichten Studie im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Energie (BFE), welches Marktdesign geeignet ist, um auch mittel- bis langfristig die Versorgungssicherheit in der Schweiz ganzjährig auf einem hohen Niveau zu garantieren. Hierzu werden potentielle Marktmodelle untersucht, bewertet und mögliche Maßnahmen diskutiert. Dabei werden die Besonderheiten des Schweizer Strommarktes berücksichtigt, wie z.B. der sehr hohe Anteil der Wasserkraft, deren Erzeugung saisonal stark schwankt.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Das derzeitige Energy-Only-Marktdesign ist geeignet, um die Versorgungssicherheit in der Schweiz zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz bestehen Optionen für die Weiterentwicklung des Marktdesigns, wie z.B. eine Verstärkung der Strompreissignale (Ausgleichsenergiepreise) in kritischen Situationen.
  • Eine Strategische Reserve kann eine vergleichsweise kostengünstige Zusatzabsicherung darstellen, um die Stromerzeugung in den potenziell versorgungskritischen Perioden gegen Ende des Winters und im Frühjahr sicherzustellen.
  • Umfassende Kapazitätsmechanismen, wie sie z.B. in Großbritannien oder Frankreich implementiert sind, werden auf absehbare Zeit angesichts der hohen aktuellen und absehbaren Erzeugungskapazitäten nicht erforderlich sein.
  • Die von der Schweizer Energiebranche vorgeschlagenen Marktmodelle Contracts for Differences (CfD) und Versorgungssicherheits- und Klimamarktmodell (VKMM) sind nicht geeignet, um die in Knappheitssituationen verfügbare Stromerzeugung zielgerichtet und kostengünstig zu erhöhen.

Frontier berät regelmäßig öffentliche und private Kunden zu Fragen des Marktdesigns und Energiewende.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Miriam Rau ([email protected], +49 221 337 130).

 

Eckpfeiler eines schweizerischen strommarktdesigns nach 2020