Welche Rolle Erdgas für die Energiewende spielen wird: Frontier spricht auf Konferenzen in Kopenhagen und Wien

Welche Rolle Erdgas für die Energiewende spielen wird: Frontier spricht auf Konferenzen in Kopenhagen und Wien

Christoph Riechmann, Leiter des Bereichs Energie bei Frontier, sprach heute auf dem von der EU-Kommission einberufenen Energy Infrastructure Forum in Kopenhagen. Christoph präsentierte dort die wichtigsten Ergebnisse einer von der Vereinigung der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB Gas) beauftragten Frontier-Studie über die zukünftige Rolle der Erdgasinfrastruktur in einer dekarbonisierten Wirtschaft. Er führte insbesondere aus, dass die bestehende Gasinfrastruktur in Deutschland einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung einer umfassenden Energiewende und zur Erfüllung der Klimaziele leisten kann. Christoph schlussfolgerte, dass im Vergleich zu einer universellen Elektrifizierung aller Endanwendungen die weitere Nutzung von Gasnetzen und -speichern in Kombination mit „grünem Gas” (aus regenerativen Energien, Stichwort: „Power-to-Gas”) folgende Auswirkungen haben wird:

• Deutlich niedrigere Gesamtkosten für die Verbraucher
• Förderung der öffentlichen Akzeptanz
• Erhöhung der Energieversorgungssicherheit

Professor Klaus-Dieter Borchardt, Direktor des Bereichs Energiebinnenmarkt in der Generaldirektion Energie der EU-Kommission, wies darauf hin, dass die Studie einen wichtigen Beitrag zur Debatte über eine verbraucherorientierte Energiewende leistet.

Die Ergebnisse der FNB-Gas-Studie wurden gestern auch in Wien auf dem FGW-Zukunftsforum „Greening the Gas” von Matthias Janssen, Manager im Bereich Energie bei Frontier, vorgestellt. Matthias erörterte die Relevanz der Studie auch für Österreich und betonte, dass das Land auf dem Weg zur Dekarbonisierung des Stromsystems vor ähnlichen Herausforderungen stehe, wenn es zugleich versuche, seinen Wärme-, Verkehrs- und Industriesektor zu elektrifizieren. Wie in Deutschland kann und sollte die bestehende Gasinfrastruktur auch in Österreich eine wichtige Rolle bei der Durchführung dieses Wandels spielen. Insbesondere die riesigen Gasspeichervolumina Österreichs können dazu beitragen, den saisonal schwankenden Energiebedarf – mit erheblichen Spitzenwerten im Winter – durch eine gesicherte Bereitstellung zu decken, wobei die höheren Photovoltaik-Kapazitäten in den Sommermonaten zunehmend in den Mittelpunkt rücken werden.

Markus Mitteregger, Generaldirektor des österreichischen Energieversorgers RAG betonte, dass die RAG durch die Berechnungen von Frontier ermutigt wird und ein großes Potenzial für das künftige Wachstum im Bereich Speicherung von grünem Gas sieht. Außerdem stellte er ein Pilotprojekt vor, bei dem die RAG die Eignung ihrer Speicher auch für grünen Wasserstoff untersucht.

Frontier berät regelmäßig staatliche Stellen und private Unternehmen in Fragen der Klimapolitik und des Energiemanagements.

Für weitere Informationen senden Sie bitte eine E-Mail an Miriam Rau unter [email protected] oder nehmen Sie telefonisch unter +49 (0)221 337 131 Kontakt auf.